Jochen Zumbült

(TB) Jochen Zumbült ist tot. Der engagierte Handballer, den die meisten nur kurz Jogi nannten, starb nach schwerer Krankheit im Alter von 44 Jahren und hinterlässt in der Handballszene der Region eine Lücke....

Als Kind über seinen Vater Bernfried zum Handball gekommen, hat er viele Jahre in der DJK Eintracht aktiv Handball gespielt. In den Jugendmannschaften entwickelte er sich als erfolgreicher Handballer und sein aktives Spiel führte ihn als Senior bis in die Oberliga nach Sparta Münster. Später kam er dann zurück zur Coesfelder DJK Eintracht und hat hier dann neben seiner Rolle als Kreisläufer in der 1. Herrenmannschaft viele Funktionen als Trainer wahrgenommen. So hat er im Laufe der Zeit fast jede Mannschaft im Jungen- und Seniorenbereich trainiert. Bis vor zwei Jahren war er noch Trainer der 2. Damenmannschaft bei der DJK.

 

Zeitgleich trieb es ihn aber auch in die Region. Seine zweite sportliche Heimat war in den letzten sechs Jahren der TV Gescher, wo er neben der 1. Herrenmannschaft auch die Damen trainierte. Gerade die Arbeit mit den Senioren brachte viele Erfolge für den TV Gescher hervor und sein persönlicher Einsatz hinterlässt hier tiefe Spuren.

 

Neben dem Sportgeschehen an sich, war Jogi aber auch vielen anderen Stellen bei den Handballern präsent. So hat er etliche Jahre die Redaktion der Handballpost übernommen und begleitete auch Sommerferienfreizeiten. Mindestens eine davon wirkte sehr nachhaltig, weil aus ihr die Gründung der Band „Schlickschädel“ hervorging – entstanden aus einem Küchensponti, natürlich besetzt mit weiteren Handballern.

 

Unvergessen bleibt auch ganz sicher einer Generation von jungen Menschen sein Einsatz bei den "fast legendären" Mellau Skifreizeiten! Als guter Skifahrer und engagierter Skilehrer, wies er viele Kinder und Jugendliche in die Geheimnisse des Skifahrens ein und brachte ebenso an vielen anderen Stellen seinen Beitrag zum Gelingen dieser Freizeiten!

 

In dieser schweren Stunde der Erinnerung und des Abschieds kann sicher nicht jedes Detail seines Wirkens aufgezählt werden, aber sicher ist, dass der Handballsport in der Region einen hilfsbereiten Mitgestalter und Freund verliert, dem die Sportler – insbesondere der DJK Eintracht Coesfeld und des TV Gescher – ein ehrendes Gedenken bewahren werden.

 

Thomas Bücking

Andreas Froning

 

 

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