Das war kein 1:10 Lauf, das war ein Einlauf, den wir bekommen haben!

(am). „Das war kein 1:10 Lauf, das war ein Einlauf, den wir bekommen haben!“ Jochen Inkmann brachte die zweite Halbzeit der TV-Handballer auf den Punkt. Im Heimspiel der TV Reserve gegen den SC Hörstel II gab es zwei völlig verschiedene Halbzeiten und noch lange nach Spielschluss diskutierten die Glockenstädter die völlig verkorksten zweiten 30 Minuten....

Doch der Reihe nach:

Zunächst verlief alles nach Plan für den TV. Die knappe Führung zu Beginn wurde kontinuierlich ausgebaut, 2:0, 5:2 und 11:6 lauteten die Zwischenstände und bis zum 15:9 Halbzeitstand hatten sich bereits acht Akteure in die Torschützenliste eingetragen. Obwohl ein Siebenmeter und zwei schnelle Gegenstöße verschenkt wurden, lief im Prinzip alles wie auf Schienen. „Eine 100 % Chancenausnutzung ist ja kaum zu erreichen“, waren die Gastgeber mit Zwischenstand zufrieden.

Nach dem Wechsel wurde der SC Hörstel in der Abwehr aggressiver und kaufte den TV-Angreifern den Schneid ab. Auch der Gästetorhüter, der in Durchgang eins noch einige Schwächen offenbarte, war in der zweiten Hälfte kaum noch zu überwinden. Zwischen den Pfosten des Gescheraner Gehäuses gab Dietmar Maßmann nach langer Zeit sein Comeback. Von seinen Vorderleuten im Stich gelassen bekam er aber kaum einen Ball zu fassen. Und so kamen die Gäste in Rekordzeit heran.

Nach nur acht Minuten in Durchgang zwei wechselte beim Stande von 16:15 für Hörstel die Führung, die von den Gästen auf 19:16 ausgebaut wurde. 10:1 Tore in knapp 12 Minuten für den SC Hörstel, die TV-Handballer wurden so überrannt, sie nahmen nicht einmal eine Auszeit. Doch auch ohne das „Time out“ rissen sich die Gastgeber noch einmal zusammen und glichen zum 19:19 aus. Aber so einfach wie im ersten Abschnitt war das Tore werfen nicht mehr.

Auch in den letzten 10 Minuten spielten nur die Gäste und kamen über 22:20 zu einem glatten 27:20 Erfolg. Sicherlich kann man gegen den SC Hörstel verlieren, aber doch nicht so ohne Gegenwehr. Kein Akteur auf Seiten des TV Gescher II konnte an seine Leistungen aus dem ersten Durchgang anknüpfen und alle ergaben sich ihrem Schicksal.

Chance zur Wiedergutmachung gibt es bereits am Sonntag beim Gastspiel in Coesfeld. TV Gescher II: Michael Bücken und Dietmar Maßmann im Tor, Klaus Merz (6 Tore), Udo Klümper (5), Michael Sommer (3), Georg Beeke (2), Andreas Froning, Andreas Möllers, Manfred Kloster, Thomas Roring(je 1), Fabian Voigt

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