Remis zum Abschluss

(am.) Mit dem fünften und damit vorletzten Platz der Aufstiegsrunde zur ersten Kreisklasse beendeten die Handballer der SG Gescher / Coesfeld II die Saison. ... 

Dennoch hätte auch dieser Platz noch zum Aufstieg gereicht, da die Kreisliga im Handballkreis Steinfurt aufgestockt wird. Doch bereits vor den beiden letzten Saisonspielen haben die SG-Handballer den Verzicht auf den Aufstieg erklärt. Sie wollen lieber in der neuen Spielzeit weiter in der zweiten Kreisklasse auf Punktjagd gehen und da konkurrenzfähig bleiben. Im letzten Heimspiel der Saison kam der TV Jahn Rheine III in die Glockenstadt. Ein Sieg mit zwei Toren Differenz hätte den SG-Handballern gereicht, die Emsstädter in der Tabelle zu überholen. Doch die wollten unbedingt Platz vier halten und hatten personell aus ihrer zweiten Mannschaft aufgestockt. Konfus begannen die Gastgeber die Partie, 0:3, 3:10 und 4:13 waren die blamablen Zwischenstände aus SG-Sicht. Spielertrainer Stephan Gebken, der mit einem Kreuzbandriss in der Warteschleife hängt, raufte sich die kaum vorhandenen Haare und trommelte seine Truppe zu einer Auszeit zusammen. Er appellierte an sein Team, endlich die Vorgaben umzusetzen. Und siehe da: Beim 8:14 zur Pause war wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Nach dem Wechsel ging die Aufholjagd weiter, sechs Treffer in Folge bescherten der SG den 14:14 Ausgleich in der 43. Minute. Über 16:16 und 18:17 zogen die SG-Handballer dann sogar auf 21:17 in der 51. Minute davon. Rheine war stehend k.o., „doch dann habe ich munter durchgewechselt“ schmunzelte Stephan Gebken. „Ich dachte der Drops wäre gelutscht, doch durch die Wechsel verloren wird den Faden. 24:22 führte sein Team noch und Rheine verkürzte auf ein Tor. Im letzten Angriff war Rheine in Ballbesitz und scheiterte an Keeper Fred Brockhoff. Der Abpraller kam aber wieder in die Reihen der Gäste und Fred Brockhoff eilte aus seinem Tor dem Angreifer entgegen. Leider kam er zu spät und konnte den Außenspieler nur durch ein Foul bremsen. Schiedsrichter Georg Beeke kannte kein Pardon, zückte die Rote Karte gegen Fred Brockhoff und gab Rheine den fälligen Strafwurf. Diesen verwandelten die Gäste zum leistungsgerechten 24:24 Remis. „Völlig gerechtes Ergebnis“, fand auch Stephan Gebken nach dem Spiel und lobte die Leistung seines Teams im zweiten Durchgang, „Klaus Merz und Michael Sommer haben prima die Abwehr organisiert und Andreas Froning war sehr stark im Angriff.“ Im letzten Spiel waren dabei: Fred Brockhoff im Tor, Klaus Merz (7 Tore), Andreas Froning (6), Udo Klümper, Bernhard Bönning (je 4), Thomas Roring (2), Michael Sommer (1), Michael Bücken, Manfred Kloster, Christian Rudde und Roman Strotmann.